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Belebte Schallschutzwand

Studentenwohnheim, Mannheim

2019

 

Semester 7

Prof. Felix Schürmann und Prof. Jörg Aldinger

In Zusammenarbeit mit  Jessica Henkel und Philipp Ebner

Das Planungsgebiet des 1-wöchigen Projektes befindet sich südwestlich der Mannheimer Altstadt in Rhein nähe. Es ist eingegrenzt von einer stark befahrenen 6-spurigen Straße und den, aus dem Hauptbahnhof führenden, Bahngleisen.Somit war die Hauptschwierigkeit mit denen der Entwurf umzugehen hatte die Lärmbelastung. Im Bereich zwischen Rhein, altem Hafenbecken und Friedrichspark sollte somit Wohnraum für mindestens 100 Studierende geschaffen werden. Der Wettbewerbsbeitrag von Hähning und Gemmeke diente als Planungsgrundlage. Dieses Konzept sieht eine Neugestaltung des Parks und den Ausbau der Universität in Verbindung mit dem Park vor, zudem soll der alte Hafenbereich durch eine Promenade wiederbelebt werden. 
Die entwickelte Grundidee für das Wohnheim bestand darin, die Wohnungen vom Verkehrslärm abzuschirmen, die Achse der Hafenpromenade aufzugreifen und im Baugebiet weiter zu führen, sowie eine Verknüpfung zum Park zu schaffen. Aus dieser Konsequenz stehen die Wohnungsriegel senkrecht zu den beiden Schallemittoren und richten die Wohnungsbezüge so ins Innere des Bereiches. Um die Durchwegung durch das Gebiet zu gewährleisten werden diese im nächsten Schritt vom Boden abgehoben durch eine Erdgeschosszone gemeinschaftlicher Nutzung. Somit läuft die Parkpromenade in grünen städtischen Raum ein und fördert hierdurch die gesellschaftliche Mischung im Quartier. Um nun den Schall abzuhalten ins Innere dieses Bereiches vorzudringen, wurden zu beiden Seiten hin belebte Schallschutzwände entwickelt. Hier finden sich Arbeits- und Aufenthaltsräume für Studenten wieder. Zur Straße hin ist dieses Prinzip stärker ausgeprägt, in Form einer transparenten doppelschichtigen Verglasung mit großen eingeschobenen Kuben, um eine visuelle Vernetzung zum Park herzustellen. Auf der Seite der Bahn ist die Wand massiv ausgebildet und beinhaltet kleine Arbeits- und Rückzugsnischen. Die studentischen Wohnriegel werden an den Auflagerpunkten erschlossen und kehren diesen Erschließungsraum zusammen mit verschiedenen Nebenräumen zur Straße als Pufferzone. 
Es wurde auf eine Durchmischung der Einheitengrößen geachtet, wodurch Wohngemeinschaften verschiedener Größen entstehen, die jeweils ihren eigenen gemeinschaftlichen Bereich, sowie eine Loggia besitzen. Diese Einheiten können zusammen geschlossen werden, da sie immer mit der neben liegenden in Verbindung stehen. Auch Einzelwohnungen sind eingeplant, die mit integriert werden können. Der Riegel an den Enden des Komplexes besitzen eine Laubengangerschließung als Schallpufferzone zur Wohnung. Hier finden sich auch Wohnungen für Familien. Die flexibel kombinierbaren Einheiten ermöglichen eine Durchmischung von sozialen Schichten und Wohnformen.

Großen Dank an alle Gruppenpartner für die fruchtbaren Diskussionen und spannenden Ideen

Besonderen Dank an Anne Caris für die Unterstützung bei der sinngerechten Übersetzung der Projektbeschreibungen ins Englische

© 2022 by Jonas Berthold

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